Fotobuch über Gendün Rinpoche erschienen

Im Norbu Verlag ist ein 200 seitiges Fotobuch über den tibetischen Meditationsmeister Gendün Rinpoche erschienen.

„Mit mehr als 150 Fotografien zeichnet das fotobuch_lgr_3Buch ein Porträt dieses großen tibetischen Meisters. Es ist ein stilles Buch, das zum Verweilen einlädt.
Eine Folge von Porträts zeigt Gendün Rinpoche in Meditation und tiefer Versenkung, Bilder, die bisher nicht veröffentlicht wurden. In einer weiteren Serie erleben wir ihn aus unmittelbarer Nähe beim Segnen. Manche Fotografien lassen seine ansteckende Lebensfreude spüren oder geben uns Einblicke in Lebensbereiche und Situationen seiner Jahre in Europa. Immer können wir Gendün Rinpoche direkt begegnen und uns inspirieren lassen.“

norbu-verlag.de

Tschenresi Retreat der Dharmagruppe Münster

In der ersten November Woche besuchte die Dharmagruppe Münster das Dharmazentrum Möhra in Thüringen.
Lama Tsültrim praktizierte dort mit uns ausführlich die Praxis auf Tschenresi (Avalokiteshvara) und das 6 Silben Gebet.
Durch die intensive Praxis und vor allem auch die Unterweisungen von Lama Tsültrim konnten wir die komplexe Praxis besser verstehen und einen tieferen Zugang zu ihr finden.
Da das Retreat speziell für die Dharmagruppe Münster durchgeführt wurde, hatten wir außerdem die Gelegenheit, uns auch innerhalb der Gruppe tiefer auszutauschen und besser kennenzulernen.
Einige reisten schon einen Tag eher tschenresi-retreatnach Möhra. Bei einer langen Wanderung durch die schöne Herbstlandschaft, einer Besichtigung des Wohnprojekts oder Kaffee und Kuchen war das Ankommen und der Übergang zur Praxis angenehm fließend und entspannt.
Lama Tsültrim sind wir für diese lehrreichen Tage sehr dankbar, auch weil sie es so schön versteht jeden das Retreat entsprechend des persönlichen Forschritts und Tempos gestalten zu lassen.
Natürlich ist es auch immer wieder eine Freude das wunderbare Team des Zentrums zu treffen, die mit ihrer guten Laune und Motivation das Zentrum betreiben und jeden Tag so leckeres gesundes Essen kochen.

Ausbildung zum Ansprechpartner der Dhagpo-Kagyü-Linie in Möhra

Anfang September 2017 fand im Dahrmazentrum Möhra der erste Teil der Ausbildung zum Ansprechpartner der Dhagpo-Kagyü-Linie statt. Eine Woche lang studierten und verinnerlichten die Teilnehmer unter Anleitung der Lamas Yeshe Sangmo, Sherab Palmo, Lodrö und Drubtscho grundlegende Themen wie die Zuflucht und die Widmung und übten sich in der Anleitung der Shine-Meditation und Tschenresi-Puja.
Über mehrere Jahre wird die Gruppe nun nicht nur in der Meditationsanleitung ausgebildet, sondern vielmehr auch als Ansprechpartner (Arbeitstitel) für Praktizierende und Interessierte. Da in vielen Dharmagruppen nicht immer ein Lama für Fragen und Ratschläge bereitsteht, können die Ansprechpartner Hilfestellung leisten oder auf entsprechende Lehrer und Texte verweisen.

Aus verschiedenen Dharmagruppen moehra_9_2017ganz Deutschlands kamen gut 30 Teilnehmer für diese Ausbildung nach Möhra, darunter auch Gerlinde, Karin und Jan aus der Dharmagruppe Münster.
Viele der Gruppe nahmen auch am Netzwerktreffen teil, das zur gleichen Zeit im Zentrum stattfand.
Diese Woche mit einer Gruppe ganz wunderbarer Menschen war nicht nur eine sehr intensive Erfahrung, sie war auch eine Zeit des Austausches und der Verbindung. Es wurde viel gelacht und Spaß gemacht, um das tiefe Nachdenken zu entspannen. Um das Gelernte sacken zu lassen, bot sich zwischendurch immer wieder die Gelegenheit für einen kleinen Spaziergang durch die schönen weitläufigen Wälder, die das Zentrum umgeben.

Reise der Dharmagruppe Münster nach Le Bost

Am 23.08.2016 um 4:15 Uhr starteten wir mit 11 TeilnehmerInnen und vier Autos nach Le Bost ins Retreat, um uns für zwei Wochen zurück zu ziehen, zu meditieren und an der    Wirkungsstätte von Gendün Rinpoche zu praktizieren. Um 18:00 Uhr am selben Tag kamen wir sehr müde und hungrig von der Reise im Zentrum an. Es gab ein vorzügliches gemeinsames Abendessen u.a. mit Apfeltarte, das wir sehr genossen haben.

le_bost_2016_1Um 20:15 Uhr sind wir zum großen Tempel gegangen, um an einer Tschenresi-Puja teilzunehmen (Tschenresi ist der Buddha des Mitgefühls und durch die Meditation wecken wir die erleuchteten Qualitäten Liebe, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut in uns).

le_bost_2016_3Am nächsten Morgen fing unsere Praxis erst um 10:00 Uhr an, damit wir uns von der langen Autotour ausschlafen konnten. Was sonst jeden Tag für alle von 6:00 Uhr bis 7:00 Uhr als“ Sechs Silben Gebet“ mit dem Mantra „Om Mani Peme Hung“ praktiziert wurde, fand am 1. Tag von 10:00 Uhr bis 11:00 Uhr statt. Von 17:00 Uhr bis 18:00 Uhr wurde das sechs Silben Gebet ein letztes Mal am Tag gemeinsam praktiziert. Dazwischen konnte jeder in seinem Zimmer meditieren, um den Tempel gehend oder um den kleinen Stupa Mantren rezitieren. Wer wollte konnte auch einfach nur schweigend in den während unseren Aufenhaltes meist strahlend blauen Himmel schauen. Auch der See gehörte noch zu unserem Energiefeld, entweder man saß auf der Bank oder im Gras schweigend die Wasseroberfläche betrachtend.

 

le_bost_2016_2Es gab also viele Möglichkeiten, nicht nur im Tempel zu meditieren sondern die Energie auf dem ganzen Gelände zu halten, natürlich alles im Schweigen. Ab 18:00 konnte das Schweigen bis zur Belehrung über das Buch „Lasst einfach los“ von Gendün Rinpoche“ um 20:15 Uhr mit Lama Öser unterbrochen werden. Dazwischen gab es noch das Abendessen von 19:15 Uhr bis 20:00 Uhr. Die Belehrung von Lama Öser waren gegen 21:30 Uhr beendet und gegen 22:00 Uhr war Bettruhe angesagt.

Es war eine inspirierende Erfahrung ohne die vielfältigen Reize unseres Alltags ganz mit sich im Kontakt zu sein, dabei die tieferen Ebenen des Seins zu erkunden und zum Wohle aller Wesen zu praktizieren. Wir bedanken uns bei Lama Öser für seine Begleitung in dieser Zeit!

Lama Yeshe zu Gast in der Dharmagruppe Münster

Der Raum der Dharmagruppe ist gut gefüllt. Zu dem Wochenendseminar sind nicht nur Mitglieder der Dharmagruppe anwesend. TeilnehmerInnen sind aus Düsseldorf, Unna, Bad Bentheim und Berlin angereist.

Lama Yeshe gibt eine Einführung in LojongLama Yeshe Sangmo, ein buddhistisches Geistestraining, dass es jedem ermöglichen soll, in Kontakt mit tiefem zeitlosem Glück zu kommen, unabhängig von nicht beeinflussbaren äußeren Umständen. Sehr authentisch berichtet Yeshe von ihren eigenen Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit buddhistischer Praxis. Ihr zuzuhören ist auch über mehrere Stunden gut möglich. Gut angeleitete Meditationen und Körperübungen sowie die Rezitation des „Herz Sutras“ geben dem Seminar noch mehr Tiefe.

In einem Interview berichtet Lama Yeshe von Ihrem Weg in den Buddhismus.

Schon in der Pubertät habe ihre Suche nach Weisheit und Tiefe begonnen. Als Nachkriegskind habe sie die zerstörten Städte und die durch den Krieg zutiefst beeinträchtigten Menschen erlebt. Bei ihrer Elterngeneration stieß sie mit ihren Fragen auf viele Tabus.

Mit Ende 20 inzwischen schon früh Mutter einer Tochter geworden, gab es Begegnungen mit buddhistischen Lehrern in Deutschland. Im Anschluss an eine Tibetreise traf Yeshe in Katmandu schon sehr früh die großen Lehrer des tibetischen Buddhismus der Kagyü-Linie, wie Kalu Rinpoche, Shamar Rinpoche und Gendün Rinpoche. Sie alle hatten für Yeshe eine beeindruckende Ausstrahlung und Glaubwürdigkeit.

Wieder zurück in Deutschland endschied sie sich ins Kamalashila Zentrum in Mechernich zu gehen um dort zu leben. Hier war mehrfach Gendün Rinpoche zu Gast und Yeshe begleitete ihn auf seinen Reisen. Sie war erneut beeindruckt von seiner Ausstrahlung und Authentizität. So war es für sie nur schlüssig sich zu ihm nach Frankreich in ein Retreat zu begeben, sobald dies möglich wurde.

Ihre Familie und die gerade erwachsene Tochter zeigten wenig Verständnis für diese Entscheidung.

In langen Jahren mehrerer Retreats war es Yeshes Weg, immer mehr Abstand von der Suche nach emotionalem, wackeligem Glück zu nehmen. Die Suche nach zeitlosem Glück führte bei ihr zu einer immer größeren Authentizität. Sie möchte ihre eigenen Potentiale, ihre Buddhanatur mehr und mehr leben und damit anderen hilfreich sein. Dabei war es nicht ihr Ziel ein Lama zu werden.

Heute lebt Yeshe als Nonne und Lama in einer buddhistischen Gemeinschaft in einem vor 10 Jahren von ihr mit gegründeten Dharmazentrum in Möhra (Thüringen).

Als Leiterin dieser Gemeinschaft greift sie immer wieder auf ihre Erfahrungen zurück, die sie in 18 Jahren mit ihrem Lehrer Gendün Rinpoche gemacht hat. Lama Gendün habe alles 100-prozentig gemacht und sei nach wie vor ihr großes Vorbild.