Tschenresi Retreat der Dharmagruppe Münster

In der ersten November Woche besuchte die Dharmagruppe Münster das Dharmazentrum Möhra in Thüringen.
Lama Tsültrim praktizierte dort mit uns ausführlich die Praxis auf Tschenresi (Avalokiteshvara) und das 6 Silben Gebet.
Durch die intensive Praxis und vor allem auch die Unterweisungen von Lama Tsültrim konnten wir die komplexe Praxis besser verstehen und einen tieferen Zugang zu ihr finden.
Da das Retreat speziell für die Dharmagruppe Münster durchgeführt wurde, hatten wir außerdem die Gelegenheit, uns auch innerhalb der Gruppe tiefer auszutauschen und besser kennenzulernen.
Einige reisten schon einen Tag eher tschenresi-retreatnach Möhra. Bei einer langen Wanderung durch die schöne Herbstlandschaft, einer Besichtigung des Wohnprojekts oder Kaffee und Kuchen war das Ankommen und der Übergang zur Praxis angenehm fließend und entspannt.
Lama Tsültrim sind wir für diese lehrreichen Tage sehr dankbar, auch weil sie es so schön versteht jeden das Retreat entsprechend des persönlichen Forschritts und Tempos gestalten zu lassen.
Natürlich ist es auch immer wieder eine Freude das wunderbare Team des Zentrums zu treffen, die mit ihrer guten Laune und Motivation das Zentrum betreiben und jeden Tag so leckeres gesundes Essen kochen.

Ausbildung zum Ansprechpartner der Dhagpo-Kagyü-Linie in Möhra

Anfang September 2017 fand im Dahrmazentrum Möhra der erste Teil der Ausbildung zum Ansprechpartner der Dhagpo-Kagyü-Linie statt. Eine Woche lang studierten und verinnerlichten die Teilnehmer unter Anleitung der Lamas Yeshe Sangmo, Sherab Palmo, Lodrö und Drubtscho grundlegende Themen wie die Zuflucht und die Widmung und übten sich in der Anleitung der Shine-Meditation und Tschenresi-Puja.
Über mehrere Jahre wird die Gruppe nun nicht nur in der Meditationsanleitung ausgebildet, sondern vielmehr auch als Ansprechpartner (Arbeitstitel) für Praktizierende und Interessierte. Da in vielen Dharmagruppen nicht immer ein Lama für Fragen und Ratschläge bereitsteht, können die Ansprechpartner Hilfestellung leisten oder auf entsprechende Lehrer und Texte verweisen.

Aus verschiedenen Dharmagruppen moehra_9_2017ganz Deutschlands kamen gut 30 Teilnehmer für diese Ausbildung nach Möhra, darunter auch Gerlinde, Karin und Jan aus der Dharmagruppe Münster.
Viele der Gruppe nahmen auch am Netzwerktreffen teil, das zur gleichen Zeit im Zentrum stattfand.
Diese Woche mit einer Gruppe ganz wunderbarer Menschen war nicht nur eine sehr intensive Erfahrung, sie war auch eine Zeit des Austausches und der Verbindung. Es wurde viel gelacht und Spaß gemacht, um das tiefe Nachdenken zu entspannen. Um das Gelernte sacken zu lassen, bot sich zwischendurch immer wieder die Gelegenheit für einen kleinen Spaziergang durch die schönen weitläufigen Wälder, die das Zentrum umgeben.

Reise der Dharmagruppe Münster nach Le Bost

Am 23.08.2016 um 4:15 Uhr starteten wir mit 11 TeilnehmerInnen und vier Autos nach Le Bost ins Retreat, um uns für zwei Wochen zurück zu ziehen, zu meditieren und an der    Wirkungsstätte von Gendün Rinpoche zu praktizieren. Um 18:00 Uhr am selben Tag kamen wir sehr müde und hungrig von der Reise im Zentrum an. Es gab ein vorzügliches gemeinsames Abendessen u.a. mit Apfeltarte, das wir sehr genossen haben.

le_bost_2016_1Um 20:15 Uhr sind wir zum großen Tempel gegangen, um an einer Tschenresi-Puja teilzunehmen (Tschenresi ist der Buddha des Mitgefühls und durch die Meditation wecken wir die erleuchteten Qualitäten Liebe, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut in uns).

le_bost_2016_3Am nächsten Morgen fing unsere Praxis erst um 10:00 Uhr an, damit wir uns von der langen Autotour ausschlafen konnten. Was sonst jeden Tag für alle von 6:00 Uhr bis 7:00 Uhr als“ Sechs Silben Gebet“ mit dem Mantra „Om Mani Peme Hung“ praktiziert wurde, fand am 1. Tag von 10:00 Uhr bis 11:00 Uhr statt. Von 17:00 Uhr bis 18:00 Uhr wurde das sechs Silben Gebet ein letztes Mal am Tag gemeinsam praktiziert. Dazwischen konnte jeder in seinem Zimmer meditieren, um den Tempel gehend oder um den kleinen Stupa Mantren rezitieren. Wer wollte konnte auch einfach nur schweigend in den während unseren Aufenhaltes meist strahlend blauen Himmel schauen. Auch der See gehörte noch zu unserem Energiefeld, entweder man saß auf der Bank oder im Gras schweigend die Wasseroberfläche betrachtend.

 

le_bost_2016_2Es gab also viele Möglichkeiten, nicht nur im Tempel zu meditieren sondern die Energie auf dem ganzen Gelände zu halten, natürlich alles im Schweigen. Ab 18:00 konnte das Schweigen bis zur Belehrung über das Buch „Lasst einfach los“ von Gendün Rinpoche“ um 20:15 Uhr mit Lama Öser unterbrochen werden. Dazwischen gab es noch das Abendessen von 19:15 Uhr bis 20:00 Uhr. Die Belehrung von Lama Öser waren gegen 21:30 Uhr beendet und gegen 22:00 Uhr war Bettruhe angesagt.

Es war eine inspirierende Erfahrung ohne die vielfältigen Reize unseres Alltags ganz mit sich im Kontakt zu sein, dabei die tieferen Ebenen des Seins zu erkunden und zum Wohle aller Wesen zu praktizieren. Wir bedanken uns bei Lama Öser für seine Begleitung in dieser Zeit!

‚Der Yoga des großen Mitgefühls‘ von Lama Öser erschienen

9783956457449_285x255Dieses Buch hat den Titel Der Yoga des großen Mitgefühls, weil sein zentrales Anliegen die Öffnung des Herzens ist – für sich selbst, für seine Nächsten und für ausnahmslos alle fühlenden Wesen des Universums. Training in Mitgefühl und Körperübungen werden miteinander verbunden. Es hat drei Schwerpunkte:

1. Eine allgemeine Darstellung von Yoga und großem Mitgefühl und seiner Anwendung im Alltag. Die Kapitel mit den Titeln Yoga, Großes Mitgefühl, Acht Schritte in die Freiheit, Der Yoga des Kochens und Essens, Der Yoga der Liebesbeziehung, Habt ein gütiges Herz befassen sich damit.

2. Das Training von großem Mitgefühl wird in den Meditationen auf Liebe, Mitgefühl, Freude und Offenheit beschrieben.

3. Das Training des Körpers wird in den zwölf Übungsfolgen im Stehen, Liegen und Sitzen beschrieben, die mit wunderschönen Zeichnungen und Fotos illustriert sind. Jedes Kapitel wird mit einer farbigen Fotoseite und einem Zitat zu großem Mitgefühl eingeleitet. Das Buch ist sehr schön und mit viel Herz gemacht.

Das Buch kann in jeder Buchhandlung und bei nahezu allen großen online Händlern oder direkt bei tao bestellt werden, wo das Buch erschienen ist: www.tao.de
Das Buch ist als Paperback, Hardcover und eBook erschienen.

Webseiten: www.mahakaruna-yoga.de und www.mahakaruna-yoga-klasse.de

Achtsamkeit im Job

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Den Augenblick bewusst wahrnehmen und voll auskosten. Und im Job? Wenn wir mehrere Arbeitsschritte gleichzeitig tun, ständig erreichbar sein müssen und Überstunden an der Tagesordnung stehen? Sabine Fries und Gerlinde Albrecht wissen: Auch in einem stressigen Arbeitsalltag ist Achtsamkeit möglich und wichtiger denn je. Achtsamkeit bei der Arbeit hilft, einem Burnout vorzubeugen, und schenkt Kraft, Souveränität und mehr Gelassenheit gegenüber Kunden, Kollegen und Chefs.

Lama Yeshe zu Gast in der Dharmagruppe Münster

Der Raum der Dharmagruppe ist gut gefüllt. Zu dem Wochenendseminar sind nicht nur Mitglieder der Dharmagruppe anwesend. TeilnehmerInnen sind aus Düsseldorf, Unna, Bad Bentheim und Berlin angereist.

Lama Yeshe gibt eine Einführung in LojongLama Yeshe Sangmo, ein buddhistisches Geistestraining, dass es jedem ermöglichen soll, in Kontakt mit tiefem zeitlosem Glück zu kommen, unabhängig von nicht beeinflussbaren äußeren Umständen. Sehr authentisch berichtet Yeshe von ihren eigenen Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit buddhistischer Praxis. Ihr zuzuhören ist auch über mehrere Stunden gut möglich. Gut angeleitete Meditationen und Körperübungen sowie die Rezitation des „Herz Sutras“ geben dem Seminar noch mehr Tiefe.

In einem Interview berichtet Lama Yeshe von Ihrem Weg in den Buddhismus.

Schon in der Pubertät habe ihre Suche nach Weisheit und Tiefe begonnen. Als Nachkriegskind habe sie die zerstörten Städte und die durch den Krieg zutiefst beeinträchtigten Menschen erlebt. Bei ihrer Elterngeneration stieß sie mit ihren Fragen auf viele Tabus.

Mit Ende 20 inzwischen schon früh Mutter einer Tochter geworden, gab es Begegnungen mit buddhistischen Lehrern in Deutschland. Im Anschluss an eine Tibetreise traf Yeshe in Katmandu schon sehr früh die großen Lehrer des tibetischen Buddhismus der Kagyü-Linie, wie Kalu Rinpoche, Shamar Rinpoche und Gendün Rinpoche. Sie alle hatten für Yeshe eine beeindruckende Ausstrahlung und Glaubwürdigkeit.

Wieder zurück in Deutschland endschied sie sich ins Kamalashila Zentrum in Mechernich zu gehen um dort zu leben. Hier war mehrfach Gendün Rinpoche zu Gast und Yeshe begleitete ihn auf seinen Reisen. Sie war erneut beeindruckt von seiner Ausstrahlung und Authentizität. So war es für sie nur schlüssig sich zu ihm nach Frankreich in ein Retreat zu begeben, sobald dies möglich wurde.

Ihre Familie und die gerade erwachsene Tochter zeigten wenig Verständnis für diese Entscheidung.

In langen Jahren mehrerer Retreats war es Yeshes Weg, immer mehr Abstand von der Suche nach emotionalem, wackeligem Glück zu nehmen. Die Suche nach zeitlosem Glück führte bei ihr zu einer immer größeren Authentizität. Sie möchte ihre eigenen Potentiale, ihre Buddhanatur mehr und mehr leben und damit anderen hilfreich sein. Dabei war es nicht ihr Ziel ein Lama zu werden.

Heute lebt Yeshe als Nonne und Lama in einer buddhistischen Gemeinschaft in einem vor 10 Jahren von ihr mit gegründeten Dharmazentrum in Möhra (Thüringen).

Als Leiterin dieser Gemeinschaft greift sie immer wieder auf ihre Erfahrungen zurück, die sie in 18 Jahren mit ihrem Lehrer Gendün Rinpoche gemacht hat. Lama Gendün habe alles 100-prozentig gemacht und sei nach wie vor ihr großes Vorbild.

Spätsommer / Herbst 2015

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Im Herbst sind bei uns drei weibliche Lamas eingeladen, die allesamt in Möhra leben. Außerdem gibt Gerlinde Albrecht einen Achtsamkeitstag. Hier findest du die Übersicht der Veranstaltungen: Kurse Herbst 15 DG

Lama Öser hält im Herbst Vorträge, bietet Praxistage an, Mahakaruna Yoga etc. Hier sind alle Termine auf einen Blick: DG ÖSER HERBST 15

 

 

Neues Buch im Norbu Verlag

MM+Vipassana_grmit einem Geleitwort von Tsoknyi Rinpoche und einem Vorwort von Jack Kornfield

Die Unterweisungen in diesem Buch gehen zurück auf zwei längere Meditations­retreats. Die Lehrenden schöpfen jeweils aus ihren Erfahrungen in verschiedenen buddhistischen Traditionen. Aus dem großen Schatz der buddhistischen Praxiswege werden besonders relevante Lehren aufgezeigt und zugleich wird hier dank einer Haltung des wechselseitigen Respektes sektiererischen Kräften entgegengewirkt.

Diese Praxiswege haben im Mahāmudrā genauso wie im Vipassanā zwei Aspekte, die einander ergänzen und so unerlässlich sind für das Erwachen, wie die beiden Flügel eines Vogels für das Fliegen. Die erste Qualität der Geistesschulung ist Weisheit – die Erkenntnis der letztendlichen Natur des Geistes und aller Dinge, die von täuschenden und quälenden Geisteszuständen befreit. Der zweite Aspekt ist das große Mitgefühl, das sich in unermüdlichem liebevollem Wirken zum Wohle der Lebewesen ausdrückt. Diese beiden sind die gemeinsame Grundlage der hier vermittelten Meditationswege.

Autoren: Tilmann Lhündrup Borghardt / Ursula Flückiger / Fred von Allmen – Lektorat: Kerstin Barthel

gebundene Ausgabe, 408 Seiten, Preis:  26.90 EUR